Angela Merkel spricht über ihre Memoiren, die bewegten Zeiten ihrer Kanzlerschaft und ihre Gedanken zur Politik, DDR, Freiheit und Zukunft. Einblick in ihre persönliche Sicht auf prägende Ereignisse und Entscheidungen.
Angela Merkel spricht über ihre Memoiren, die bewegten Zeiten ihrer Kanzlerschaft und ihre Gedanken zur Politik, DDR, Freiheit und Zukunft. Einblick in ihre persönliche Sicht auf prägende Ereignisse und Entscheidungen.
Published November 26, 2024
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Ich sitze hier mit Frau Dr. Angela Merkel, die ein oder anderen, hoffentlich alle, die schon Zugriff auf dieses Video haben, werden Sie kennen als Bundeskanzlerin von Deutschland.
Sie sind jetzt nicht mehr im Kanzleramt, Frau Merkel, Sie haben ein wunderbares Buch geschrieben.
Wieso haben Sie sich ausgerechnet jetzt dazu entschieden, Ihre Memoiren zu veröffentlichen?
Ja, ich habe zusammen mit meiner langjährigen Beraterin Beate Baumann ein Buch geschrieben und das war ein Prozess in mehreren Stufen.
Ganz am Anfang konnte ich mir gar nicht vorstellen, dass ich mal ein Buch schreibe über meine Kanzlerzeit.
Dann kam das Jahr 2015, 4. und 5. September und diese Entscheidung auch, dass Flüchtlinge nach Deutschland kommen konnten.
Und das hat eine sehr große Kontroverse hervorgerufen.
Das war der Satz, wir schaffen das?
Wir schaffen das, war kurz vorher und darüber gab es sehr, sehr viele kontroverse Diskussionen.
Und dann habe ich gedacht, dass ich auf jeden Fall über diese Phase einmal schreibe, denn das war schon so, dass ich den Wunsch hatte, über meine Motive nochmal zu reden und meine Dinge, wie ich dazu gekommen bin.
Und dann kam die Corona-Zeit mit nochmal wirklichen Zumutungen.
Ich habe das ja auch eine demokratische Zumutung genannt, eine einzige demokratische Zumutung.
Und da wurde immer klarer, vielleicht doch ein Buch zu schreiben.
Und dann, als ich aus dem Amt schied, da war ich entschieden, zusammen mit meiner langjährigen Beraterin eben, die auch so etwas wie Zeitzeugin ist, dieses Buch zu schreiben.
Und als ich dann anfangen wollte, kam Putins Überfall auf die Ukraine.
Das war erst einmal nochmal ein Schock.
Und hat dann eine Weile gedauert, bis sich klar war, dass es kein Buch über die Ukraine sein soll.
Obwohl es sicherlich das einschneidendste Ereignis auch im Blick auf die europäische Geschichte war.
Und dann ist klar geworden, mir plötzlich, du hast ja 35 Jahre in der DDR gelebt.
Und wenn das Buch jetzt erscheint, 35 Jahre in dem vereinten Deutschland.
Und deshalb sind die zwei Teile, die ja im Grunde ein Leben sind, eigentlich das Band, das dieses Buch zusammenhält.
Also da waren ja jetzt schon ganz viele Themen drin.
Da war Putin, da war Flüchtlingskrise, Pandemie und jetzt auch noch 35 Jahre DDR so quasi so nachgeschoben.
Noch so als Zusatzinfo, die ja unglaublich relevant ist.
Nicht nur für Sie als Privatperson, sondern natürlich für Deutschland als politisches Konstrukt, wie es damals war, aber auch natürlich wie es heute ist.
Ich habe mir beim Lesen schon gedacht, das sind ja so unfassbar viele Dinge, die Ihnen und auch der Welt passiert sind.
Wie konnten Sie sich das alles merken und wie konnten Sie dieses Wissen dann wieder abrufen, als Sie es geschrieben haben?
Ja, es ist ja interessant.
Ich konnte jetzt zum ersten Mal, nachdem ich aus dem Kanzleramt ausgeschieden bin, doch nochmal in Ruhe über meine Zeit auch in der DDR nachdenken.
Denn von 1990 an hatte ich immer neue Sachen zu erleben, zu lernen.
Und diese Rückbesinnung auf das Leben in der DDR war für mich auch sehr spannend und war auch ein sehr interessanter Prozess.
Also bin ich in diesen Teil wieder eingetaucht.
Natürlich hat man da Familienerinnerungen, ich habe meine Geschwister auch zum Teil gefragt.
Und dann, wenn man in die Zeit von mir als Politikerin hineinkommt, dann hatte ich zum Teil Erinnerungen, zum Teil meine Aufzeichnungen über Termine, aber nicht sehr viele Akten.
Das heißt also, ich musste auch vieles nachschauen.
Haben Sie sich dann selber mal gegoogelt, um so zu wissen, was ich...
Ja, mich ganz googeln, das mache ich lieber nicht, das ist zu viel.
Aber ich habe natürlich meine Reden im Deutschen Bundestag nachgeschaut.
Ich hatte zum Teil noch auch Informationen über die Pressekonferenzen, die ich gegeben habe.
Da konnte ich dann auch zurückgreifen auf die Protokolle.
Und dann kommen langsam wieder die Erinnerungen.
Aber ich schreibe ja auch kein Buch als Historikerin.
Also ich habe jetzt nicht alle Akten mir angeschaut, also ich habe mir gar keine Akten angeschaut, sondern ich schreibe Erinnerungen.
Und Erinnerungen sollen so möglichst geschrieben sein, dass auch jemand, der jetzt nicht Historiker oder Historikerin ist, vielleicht Lust verspürt, da mal reinzuschauen.
Ich denke nämlich auch, es ist ein Buch, was nicht nur für Leute mit einem großen Politikinteresse spannend ist.
Und was ich an dem Buch sehr geschätzt habe, ist, dass Sie erstens ein paar Sachen klarstellen.
Also Sie sagen dann auch bei ein paar ganz konkreten Stellen, zum Beispiel werden Sie einmal, ich glaube im Rahmen des G20-Gipfels, werden Sie gefragt, ob Sie sich als Feministin sehen.
Und dann sprechen Sie so über diese innere Zerrissenheit, die Sie im Nachhinein fühlen, weil Sie nicht einfach Ja gesagt haben.
Und das, also das rechne ich Ihnen hoch an, dass Sie mal aus diesem Politikersprech rauskommen und halt wirklich einfach mal sagen, das war halt nicht ideal, so wie ich es gemacht habe.
Aber jetzt, ein paar Jahre später, mit der nötigen Ruhe kann ich es klarstellen.
Denken Sie, die Tatsache, dass Sie sich nicht winden in diesem Buch, ist das, weil Literatur als Medium halt mehr Ruhe mit sich bringt?
Ist es, weil Sie jetzt als Altkanzlerin sowieso nicht mehr so viel zu verlieren haben?
Ja, ich hatte mir vorgenommen, dass ich doch manche Restriktionen, die ich mir selbst auferlegt habe, jetzt fallen lassen kann.
Ich bin nicht mehr im Amt, ich kann über bestimmte Ereignisse unbefangener sprechen, natürlich immer noch verantwortlich.
Da gibt es ja auch eine nachlaufende Verantwortung, aber auf jeden Fall unbefangener.
Und ich hatte mir auch vorgenommen, wenn ich so ein Buch schon schreibe, dann soll es auch wenigstens einigermaßen ehrlich sein.
Also die Motive, die Haltungen, die Erfahrungen präsentieren, die ich gesammelt habe.
Und ein kleiner Blick hinter die Kulissen.
Ich schreibe ja auch im Prolog oder wir schreiben im Prolog, Politik ist kein Hexenberg.
Sie wird im Grunde von Menschen gemacht, wie alles, was um uns herum passiert.
Und diese Menschen in der Politik sind nicht anders als Menschen in anderen Bereichen des Lebens.
Könnten Sie sich denn vorstellen, nochmal ein Buch zu schreiben?
Im Augenblick nicht.
Das war eine sehr, sehr große Arbeit, denn es musste ja auch so viel ausgewählt werden, also weggelassen werden.
Und was nehme ich?
Der Teil 35 Jahre DDR war schon aufregend, sagen wir mal.
Und dann nochmal 35 Jahre davon, 16 Jahre Kanzlerschaft, in denen jeden Tag sehr, sehr viel passiert.
Ja, es ist wirklich so.
Und sich dann zu entscheiden auf 700 Seiten, was davon wählst du aus?
Und wie packst du das zusammen?
Das war für uns schon eine große Arbeit und ich hätte es auch alleine nicht gekonnt.
Das war schon, dass wir es zusammen gemacht haben, sehr, sehr hilfreich.
Und da ist jetzt erst mal mein Bedarf gesättet.
Ich habe noch nie so viele Seiten geschrieben.
Das beruhigt mich, weil wenn Sie das jetzt nebenher auch noch gemacht hätten.
Nein, nein, nein, das war richtig Arbeit und auch, ich habe mich zum Teil richtig zurückgezogen.
Ich bin sonst eigentlich ein sehr geselliger Mensch und habe stramm mich nur in dieser Gedankenwelt aufgehalten, um das dann auch, dass wir das auch niederschreiben konnten.
Sie haben es gerade schon gesagt, 700 Seiten, da 70 Jahre eines sehr bewegten, sehr intensiven Lebens reinzupacken.
Wenn Sie jetzt auf Lesereise gehen würden mit dem Buch und sich für eine einstündige Passage entscheiden müssten, welche würden Sie lesen?
Ich glaube, dass ich möchte auf Lesereise gehen.
Ach, brauchen Sie noch jemanden, der Sie anmoderiert? Da komme ich sehr gerne.
Naja, ob das Ihnen dann ausreicht und nicht ein bisschen langweilig wird, wenn ich dann die restlichen 55 Minuten bestreite und Sie es nur am Anfang und zum Schluss noch mal zum Aruviderci sagen.
Also ich möchte eine Lesereise machen und auch wirklich dann nur lesen.
Aber ich habe jetzt, wenn ich darüber nachdenke, schon mal überlegt, dass es wohl überall etwas anderes sein wird.
Das Buch ist ja sehr vielfältig und mein erster Aufenthalt mit der eigenständigen Lesereise, wo ich also nicht interviewt werde, das wird in Stralsund sein.
Da bin ich in meinem Wahlkreis und da werde ich natürlich etwas anderes lesen, als wenn ich jetzt in Frankfurt, Köln oder Zürich und Wien bin.
Und insofern muss ich mir das noch überlegen.
Aber ich persönlich mag sehr gerne, das wird aber vielleicht gar nicht so öffentliches Interesse finden, den Abschnitt, wo ich auf die Welt schaue, auf meinen Globus, auf dem Schreibtisch und dann mir so vorstelle, wie ist das mit den verschiedenen Ländern, was weiß ich über diese Länder und auch darüber spreche, was ist der Unterschied zwischen einem Globus und einer Landkarte.
Ein Globus, da ist jedes Land gleich weit vom Mittelpunkt entfernt. Auf einer Landkarte liegen manche Länder außen und manche im Zentrum.
Und ich war so frappiert, als ich dann von dem Australier gehört habe.
Genau, wo der Nullmeridiane jetzt woanders ist.
Der durch Canberra legt und die Karte nochmal von Nord nach Süd dreht und plötzlich ist Australien in der Mitte der Welt und wir in Europa liegen am Rand, obwohl wir gewöhnt sind, dass wir immer im Zentrum liegen.
Und das fand ich unglaublich spannend.
Ja, was so winzige Änderungen für eine große symbolische Kraft mit sich ziehen.
Ja, und wie wir auch aufwachsen. Wir denken in Europa oder in Deutschland, dass wir schon ziemlich im Zentrum der Welt sind.
Und das erste Mal bin ich aufgeschreckt, als zu 50 Jahren römische Verträge der Papst eine Rede gehalten hat in Rom und Europa als die Halbinsel vor der asiatischen Landmasse bezeichnete.
Dann dachte ich, oh, wenn man sich die Landkarte anguckt, wir sind da wirklich der Peak hinter China und Russland und dann sind wir eben eine Halbinsel.
Also Ihr Lebenszentrum wurde ja auch immer größer oder Ihr Horizont wurde weiter allein schon dadurch, dass Sie in der Diktatur aufgewachsen sind.
Also Sie kommen aus der DDR.
Haben Sie sich manchmal gefragt, was würden Sie heute machen, wenn die DDR noch bestünde?
Also ehrlich gesagt nicht.
Nee?
Ich war dann froh.
Bringt ja auch nichts.
Ich war dann froh, dass sich dieses völlig unerwartete Fenster geöffnet hat oder besser gesagt die Tür geöffnet hat.
Und darüber habe ich nicht, ehrlich gesagt, nachgedacht.
Ich hatte immer in der DDR darüber nachgedacht, dass für Frauen das Rentenalter schon mit 60 beginnt und dass ich dann reisen kann.
Aber mir schien die Zeit dann zwischen dem 35. Lebensjahr oder sagen wir mal dem 34., als ich noch nicht wusste, dass die Mauer geöffnet wird, und dem 60. schon noch ziemlich lang, also ich weiß nicht ganz genau, was aus mir geworden wäre.
Ja, Sie sind auf jeden Fall eine sehr fleißige Person und auch sehr pflichtbewusst.
Das kommt in dem Buch auf eine nicht unangenehme Art und Weise raus.
Also Sie wirken jetzt nicht wie so eine Streberin, die irgendwie allen reindrückt, wie fleißig sie ist.
Gott sei Dank.
Ich weiß ja nicht, ob Sie dann immer so gemacht haben beim Schreiben.
Aber man merkt auf jeden Fall, dass Sie so einen sehr gesunden und auch intrinsisch motivierten Wissensdrang haben.
In der DDR war das ja nicht unbedingt von Vorteil, wenn man immer über den Tellerrand hinaus schauen wollte.
Ich sehe Sie oft in sehr bunten Anzügen.
Also Sie sind ja bekannt dafür, so ein bisschen Farbenfrohheiten, diese sehr graue, anthrazit-schwarze manchmal Männerwelt zu bringen.
Denken Sie, dass Sie so bunt sind heute, weil Sie halt in der DDR gezwungen wurden, eher farblos aufzutreten?
Ja, das weiß ich nicht.
Ich schreibe ja an einer Stelle in dem Buch, dass es vielleicht so ist, dass diese Tristesse auch der DDR-Farben, auch die Geschmacklosigkeit an Materialien, dass das mich vielleicht dazu gebracht hat, jetzt in die Vollen zu greifen.
Aber es ist sicherlich vielleicht auch eine Antwort gewesen, wie kann ich mich als Frau in der Männerwelt ein bisschen unterscheiden.
Und trotzdem hatte ich ja sozusagen eine sehr konsistente Kleidung, weil ich immer dachte, dass Menschen, wenn sie erst mal die ganze Zeit mit meiner Kleidung beschäftigt sind, nicht mehr so richtig zuhören, was ich an politischer Botschaft habe.
Und heute sind ja die Nachrichtenschnipsel oft sehr kurz. Das heißt, auf der einen Seite hatte ich Hose, Bläser, so, und dann war nur noch die Frage Farbe. Und ansonsten wusste der Mensch, der den Fernseher einschaltete, was er an mir hatte.
Ja, es gab ja sogar in Oslo mal 2008 diesen Moment, wo sie dann mit einem Dekolleté bei der Oper auftraten.
Und danach war Deutschland entsetzt. Also sie waren nämlich schon drei Jahre im Amt und alle so, was, das ist eine Frau, die uns regiert?
Ja, naja, aber das ist eben ein Beispiel dafür, dass es ganz schnell gehen kann, dass jemand oder das Ich oder Personen wahrgenommen werden, dann nur noch über das Äußere. Und das wollte ich eigentlich vermeiden. Bei der Oper in Oslo hatte ich nicht vorausgesehen, wie dramatisch die Reaktion ausfallen würde.
Also ich finde, es ist noch eine fast schon philosophische Frage, was das über den feministischen Zustand in Deutschland, zumindest im Jahr 2008, aussagt.
Nein, nichts Gutes.
Nein, ich glaube, im Zweifel eigentlich nichts Gutes.
Aber ich sehe mit Wohlgefallen, dass heute jüngere Politiker doch eine größere Bandbreite schon wieder an Kleidung tragen können.
Und das finde ich auch wunderbar. Und es gibt auch jetzt ja immer mehr Politikerinnen.
Und da soll dann jeder auch seinen Stil oder jede ihren Stil finden.
Am Ende der Passage, wo Sie Bedauern ausdrücken darüber, dass Sie so zögerlich auf die Frage, ob Sie Feministin sind, geantwortet haben. Da sagen Sie dann, eigentlich hätten Sie gerne geantwortet auf die Frage, ob Sie Feministin sind. Ja, auf meine Weise. Was bedeutet das?
Ja, ich habe das ja vorher in dem Buch auch dargestellt.
Also für mich ist Feminismus nicht verbunden damit, dass Männer völlig ausgegrenzt werden oder dass man sich in seiner Totalkonfrontation befindet.
Aber ich habe schon in meinem Leben auch erleben müssen, dass es kein Vorteil ist, Frau zu sein in der Politik.
Das war bei der Wahl 2005 ganz klar, dass selbst viele Frauen nicht getraut haben, ob eine Frau das nun wirklich kann im Vergleich damals zu Gerhard Schröder.
Und auch ansonsten ist es einfach so, dass meine Illusion, als ich jetzt in die Freiheiten aus der Diktatur der DDR kam, dass, wenn alle Personen gleichberechtigt sind, dass sich das von alleine ergibt.
Die hat sich natürlich als große Fehleinschätzung herausgestellt.
Und das habe ich im Laufe meines Lebens gelernt.
Und deshalb bin ich in der Hinsicht auch immer feministischer geworden.
Ich meine, man muss sich mal vor Augen rufen, dass Sie ja nicht nur in der Politik immer schon von Männern umgeben waren, sondern auch in Ihrer Karriere als Wissenschaftlerin.
Genau. Ich war in einer Arbeitsgruppe, da waren vielleicht zehn oder zwölf.
Und da war ich die einzige Wissenschaftlerin.
Und dann gab es noch eine Sekretärin.
Und an dem Institut gab es schon noch mehr Frauen.
Und ich war unter 70 Studenten, waren wir ungefähr sieben Studentinnen.
Also ganz so dramatisch war es nicht.
Aber ich war den Umgang mit Männern gewöhnt.
Und insofern war das jetzt auch in der Politik für mich nichts Neues.
Sie haben auch Ihre Eltern immer sehr lobend erwähnt, dass sie ihnen so einen Schutzraum geboten haben in der DDR.
Würden Sie sagen, dass Sie es geschafft haben, für andere Frauen in der deutschen Politik so einen Schutzraum zu bieten?
Ich glaube, so einen Schutzraum wie meine Eltern, insbesondere meine Mutter für mich gewesen ist, dass sie mich hat laufen lassen, aber dann auch immer bewahrt hat, wieder mit dem Staat in Konflikt zu geraten.
Einen solchen Schutzraum braucht man heute nicht.
Aber ich glaube, dass ich ein gewisses Rollenmodell vielleicht gewesen bin.
Also dass Frauen sich was zugetraut haben, dass Mädchen aufgewachsen sind 16 Jahre lang mit mir als Kanzlerin.
Dass es also etwas sehr Normales geworden ist.
Und das ist für mich eine Freude.
Sie sind ja wirklich, also wahrscheinlich ist es immer so, egal wem Sie begegnen, für das Gegenüber ist es immer die krasseste Begegnung.
Fällt Ihnen das auf?
Nein.
Die Leute hier, wir sind, ich weiß nicht, in diesem Studio oder wo wir drehen, es sind, glaube ich, 15 Leute hier.
Ich habe noch nie 15 so aufgeregte Leute gesehen, wie wir vor Sie gekommen sind.
Wie schaffen Sie das trotzdem noch so eine Volksnähe und so eine Augenhöhe zu kreieren?
Ich habe mich immer bemüht, ein bodenständiger Mensch zu bleiben.
Ich weiß genau, dass es das Allerwichtigste ist, als ich Kanzlerin war.
Und ich wollte immer vermeiden, dass sich überhaupt nicht keiner mehr traut, mir irgendwas zu sagen.
Weil das weiß ich ja aus dem eigenen Leben, dass das nicht gut gehen kann.
Gleichzeitig habe ich mich auch immer gesehnt danach.
Ich glaube, ich bin ländlich bodenständig aufgewachsen.
Und da weiß ich ja, wie Menschen ticken.
Und wenn das dann alles gekünstelt ist irgendwie und man den Eindruck hat, die Leute gehen aus der Tür und fangen dann an zu tuscheln.
Das wollte ich nicht.
Und da war ich immer ein bisschen auf dem Kivis.
Also es gab oft bei Ihnen dann Buletten mit Würstchen und Kartoffelsalat?
Ja, das ist ja nun nicht der einzige Ausdruck von Bodenständigkeit.
Aber ich habe deutsche Hausmannskost, mag ich halt gerne.
Aber man kann auch sehr bodenständig sein und nicht unbedingt immer Würstchen verlangen.
Was ist für Sie Luxus?
Zeit haben, interessante Menschen kennenlernen und schöne Städte oder interessante Städte kennenlernen.
Aber vor allen Dingen immer wieder neue Menschen kennenlernen und Zeit haben.
Das war oft nicht der Fall in meinem sehr getakteten Leben als Bundeskanzlerin.
Und dieses jetzt nicht immer auf die Minute schauen zu müssen, das genieße ich jetzt sehr.
Aber ein gutes Essen ist für mich auch durchaus Luxus.
Okay, ja, das können Sie kochen?
Ja, ich koche gerne.
Ich habe auch versucht, schreibe ich ja auch eigentlich jeden Sonnabend zu kochen.
Ich bin sehr häufig sonnabends dann zu Hause geblieben.
Man kann oder ich hätte jeden Sonnabend irgendeine Einladung wahrnehmen können.
Aber ich wollte dann einfach auch mal rauskommen aus diesem Rhythmus.
Ich wollte auch ab und zu noch mal was lesen, was in den Kopf kriegen, damit man nicht immer nur spricht, spricht, spricht.
Und dann habe ich, kochen war für mich Entspannung.
Ja, also weil im Buch schreiben Sie jetzt nicht, ob es geschmeckt hat oder nicht.
Das ist ja nur so eine Geschmacksfrage, wie man weiß, ob es schmeckt oder nicht.
Mein Mann hat es geschmeckt.
Das reicht.
Und ich schreibe, ich habe an anderer Stelle gesagt, Pflaumenkuchen, Backenkartoffelsuppe, das waren so.
Aber Rouladen, es gibt verschiedene Sachen, über die ich schon mal gesprochen habe in der Vergangenheit.
Nein, mein Mann schmeckt es, mir schmeckt es.
Und wenn Gäste da sind, habe ich auch selten Tadel bekommen.
Ist noch keine Ausgestaltung gegangen.
Haben Sie ein Guilty Pleasure?
Das ist so, wenn man was gerne mag, wofür man sich aber eigentlich schämt.
Also bei vielen Intellektuellen ist das zum Beispiel, dass sie dann so Trash-TV schauen.
Naja, ich schaue sehr gerne Fußball als Entspannung, muss ich sagen.
Ich schaue dann manchmal auch Fernsehserien.
Ich erzähle jetzt mal nicht welche.
Als ich zum Beispiel geschrieben habe, wo man dann echt was braucht, was einen völlig ablenkt, vorzugsweise auch Serien so über Krankenhäuser, Ärzte, Medizin.
Ah, wirklich?
Ach, ich verstehe.
Okay.
Und das hat mich dann einfach mal abgelenkt.
Und ja, das ist, ich finde das auch immer beeindruckend, wie die dann gar kein fachliches Wissen haben, haben natürlich die Schauspieler, aber diese ganzen Begriffe einfach so rausdonnern, dass man denkt, von denen würde ich mich auch operieren lassen.
Ja, das, ja, schon hört sich oft sehr kenntnisreich an, ja.
Aber wahrscheinlich nur für die Nicht-Mediziner.
Ja, die Mediziner, die haben natürlich da keinen Bock drauf.
Die schauen sich dann ein Polit-Drama an, um runterzukommen.
Also das Lesen ist schon ein Akt.
Ich finde, es liest sich leicht.
Es ist zwar ein schweres Buch.
Es ist übrigens, ich weiß nicht, ob Sie das wissen, es ist das zweite Buch mit dem Titel Freiheit und 736 Seiten, das ich gelesen habe.
Jonathan Franzen hat auch mit genau gleich vielen Seiten.
Ach so?
Ja.
Das wusste ich nicht.
Ich wusste nur, dass Franzen auch das hat.
Ich habe das Buch noch nicht gelesen.
Ich habe es dann geschenkt bekommen von einem Freund, als ich ihm erzählt habe, wie der Titel heißt.
Aber, aber dass es genauso viele Seiten hat, das wusste ich nicht.
Wenn Sie jede Geschichte erzählen könnten oder hätten erzählen können, für welche hätten Sie sich entschieden?
Also wenn Sie jetzt nicht, ich meine, niemand erwartet ja, Angela Merkel veröffentlicht ein Buch und das ist jetzt ein belletristisches Werk, ein Fantasy-Roman.
Also ich bin keine Schriftstellerin.
Aber wäre die Geschichte von Ihnen, die natürlich toll ist und extrem zwischen den Zeilen auch sehr, sehr viel philosophischen Raum einem eigentlich gibt als Leserin, wäre das die einzige Geschichte gewesen, die für Sie in Frage gekommen wäre zu erzählen?
Ja.
Ach, Sie meinen, ob ich noch über was ganz anderes erzählt hätte?
Genau, also wenn Sie jetzt einfach, nein, nein, nein, nein, nein, geh mir weg.
Nein, nein, nein, nein, ich bin Politikerin und nicht zur Schriftstellerin geboren.
Genau, Sie sind Politikerin, das heißt, das Interview muss natürlich auch an gewissen Stellen ein bisschen politisch werden und auch mal kritisch.
Also ich will mich ja nachher auch nicht dem Vorwurf aussetzen müssen, ich hätte nicht da noch die ein oder andere nachhakende Frage gestellt.
Natürlich machen wir hier Werbung für Ihr Buch und Sie sind auch nicht mehr aktive Politikerin und haben wahrscheinlich schon immer noch viel Einfluss, auch auf das politische Weltgeschehen.
Glaube ich nicht.
Ich glaube schon.
Also ich glaube, Sie könnten schon, wenn Sie jetzt hier mit einer roten Mütze, mit einem weißen Spruch drauf sitzen würden, würde das schon ein Signal senden, das mir nicht so gefallen würde.
Aber ich habe eine kleine Sprachspielerei für Sie als Autorin dabei und zwar, das weiß ich nicht, ob Sie das schon wussten, Angela Merkel ist ein Anagramm, also wenn man die Buchstaben vertauscht und neu anordnet, heißt es lange Reklame.
Wussten Sie das?
Sie können ja aus diesem Scrabble von der Süddeutschen Zeitung stammen, wo man immer Stimmt, genau, ja.
Was Sie jetzt, nein, das wusste ich nicht.
Wenn wir das rausschneiden, dann kann ich es noch veröffentlichen, aber jetzt, das wusste ich nicht.
Und Ihr Geburtsname, Angela Kastner, ist ein Anagramm von klare Ansagen.
Oh.
Also da haben wir uns von weg.
Das ist bewegt.
Das ist ja sehr, sehr interessant, ja.
Politisches Geschick und Talent sind nur ein ganz, ganz kleiner Bestandteil von dem, was am Ende zu einer wichtigen und auch guten politischen Karriere führt.
Ich würde sagen, wichtig ist auch noch Charisma, rhetorische Fähigkeiten, ein gutes Gedächtnis, die Fähigkeit mit wenig Schlaf trotzdem noch auf einem hohen Level operieren zu können.
Dann auch die Frage, ob man fotogen ist, während man in eine Bratwurst beißt.
Also es ist wirklich so ein ganzer Haufen an Sachen, die man können muss.
Was würden Sie sagen, sind Ihre Top 5 Fähigkeiten, die Sie zur Bundeskanzlerin gemacht haben?
Ja, ich glaube, die Wichtigste haben Sie jetzt noch gar nicht genannt, das ist irgendwie neugierig auf Menschen zu sein.
Ich bin ja sehr, sehr vielen Menschen begegnet.
Viele konnten mit mir gar nicht weiter sprechen.
Aber ich bin in einen Saal gegangen, wenn ich eine Rede gehalten habe und konnte sehr schnell erfassen oder erfühlen, was ist da für eine Stimmung und wie kann man vielleicht auch die Menschen öffnen.
Können sie dir folgen, können sie nicht folgen?
Und wenn man sich für andere Menschen nicht interessiert, dann ist das, glaube ich, ein sehr großes Manko.
Zweitens muss man sehr schnell umschalten können, also von Innenpolitik auf Außenpolitik, von Afrika auf Steuerreformen hier oder Fraktionssitzungen eben, dann wieder ein Telefongespräch mit einem internationalen Kollegen und sehr viele Themen im Kopf haben.
Ich habe davon profitiert, dass ich, glaube ich, recht gut damit umgehen kann, den Verlauf eines Tages nicht voll zu kennen.
In der Politik kann es sein, sie stehen auf, ist alles ruhig und dann passiert etwas Schreckliches oder etwas sehr Schönes und der gesamte Tag verändert sich und damit auch die nächsten Tage.
Damit muss man umgehen können.
Und dann haben sie ja das genannt, eine gewisse Fähigkeit, auch mal unregelmäßige Tagesabläufe oder mal kurze Nächte zu verkraften.
Man muss Reiseresistenz sein, glaube ich.
Also es darf einem nicht so viel ausmachen.
Gerade Hubschrauberflüge sind zum Teil sehr anstrengend, weil es einfach sehr laut ist.
Ab dem wievielten Hubschrauberflug ist es nicht mehr aufregend?
Weil ich denke, so die ersten zwei denkt man sich schon so, boah, ist das cool.
Ja, naja, cool.
Es ist sehr schnell, es ist doch auch anstrengend, muss man einfach sagen, weil die, wie gesagt, die Lautstärke und die Windabhängigkeit, also wenn es ein bisschen windig ist, dann schaukelt es ganz schön und das muss man abstrahieren können und nicht so daran denken.
Ja, ich kenne es ein bisschen von meinem Berufsalltag als tourende Comedian.
Ich bin dann auch immer in Hotels unterwegs und am Anfang findet man das natürlich dann toll.
Dann denkt man sich, oh, toll, ein Frühstücksbuffet, ich kann mir nehmen, was ich will.
Oder irgendwann nach drei Jahren denkt man sich, ich will ja eh immer nur dieselben zwei Dinge.
Wieso muss ich dann in einem Raum mit anderen Leuten mir das jetzt aussuchen?
Also nichts geht, für mich war es immer so, nichts geht darüber, wieder im eigenen Bett zu schlafen, zu Hause.
Ja, also über ihr eigenes Bett kann ich nichts sagen, aber über mein eigenes Bett geht es mir genauso.
Also ich habe noch ein paar Fragen zur deutschen Situation oder deutschen Politik im Konkreten.
Ich komme aus der Schweiz, also ich bin in Amerika geboren, dann in der Schweiz aufgewachsen und jetzt wohne ich seit acht Jahren in Deutschland.
Und mir ist immer wieder aufgefallen, dass der Begriff von Nationalstolz und Patriotismus, das hat natürlich komplett verständliche historische Gründe, aber der ist in Deutschland ganz anders besetzt.
Wie könnte man Deutschland dazu bringen, einen gesunden Nationalstolz zu entwickeln?
Ich finde, wir hatten die schönste Zeit zu diesem gesunden Nationalstolz während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006.
Ja, da gibt es ein super Bild, das ist so süß, wie Sie da mit Gauck zusammen bei den...
Und das war ja dann in Brasilien, als wir Weltmeister wurden, aber 2006, als wir den dritten Platz belegt haben, da, ja, es war wunderschön, Freude pur.
Obwohl der Bundespräsident Gauck und ich ja gar nichts gemacht hatten, aber ich hatte...
Na, Sie haben es auch nicht aktiv verhindert.
Nein, nein, und ich war vor allem so aufgeregt.
Ich war so aufgeregt während des Spiels, also Wahnsinn.
Also 2006, als die Fußball-Weltmeisterschaft hier in Deutschland stattgefunden hat, da gibt es ja auch Bilder in dem Buch, und da war zum ersten Mal, dass Menschen sich so schwarz-rot-gold angemalt haben, das Wetter war toll, es war eine Leichtigkeit, und das hatte auch sehr viel mit Jürgen Klinsmann aus meiner Sicht zu tun, der als auch so polyglotter Bundestrainer, auch Franz Beckenbauer hatte natürlich einen großen Anteil, da eine Stimmung hereingebracht hat, die hat mir unglaublich gut gefallen, weil aus der DDR kommt, wo wir natürlich keinen Stolz auf die DDR hatten,
hat es mich am Anfang manchmal verwundert, dass es doch so eine Resistenz gab oder so eine Zurückhaltung, eine deutsche Fahne zu schwenken oder schwarz-rot-gold gut zu finden.
Und ich finde, mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 hat sich das etwas gebessert.
Man kann leider im heutigen, oder zu diesem Zeitpunkt, wo wir uns hier treffen, kann man eigentlich nicht über Nationalstolz sprechen, ohne auch aus meiner Sicht rügend die AfD zu erwähnen.
Würden Sie sagen, im Nachhinein haben Sie die AfD ernst genug genommen?
Also als Gefahr?
Also ich will vielleicht noch eins sagen, die AfD hat ja etwas begonnen,
was dann genau diesem Nationalstolz entgegen geht, nämlich sie hat erklärt, wir sind das Volk, also sie und ihre Anhänger.
Und da habe ich mich von Anfang an extrem gegen gewehrt, weil wenn irgendeine Partei versucht zu bestimmen, wer denn nur noch zum Volk gehört, und wer jetzt irgendwie die Elite ist oder nicht mehr dazugehört, dann passiert etwas ganz, ganz Schreckliches mit unserem Land.
Und die AfD ist entstanden im Grunde, als die Euro-Krise stattfand.
Sie ist dann knapp 2013 nicht in den Bundestag gekommen, aber war auch schon eben über vier Prozent.
Und ist natürlich im Zusammenhang mit den vielen bei uns ankommenden Flüchtlingen, hat sie noch mal viele Menschen erreicht.
Und inzwischen hat sie sich eben leider in den neuen Bundesländern auch sehr verbreitert.
Und die Aufgabe, wie kann ich sozusagen ein Gegenprogramm entwickeln, um die AfD-Wähler, die heute AfD wählen, wieder in die demokratische Mitte zu bringen, diese Aufgabe, die steht.
Und die ist eine große, große Verantwortung für die demokratischen Parteien aus meiner Sicht.
Und darüber schreibe ich ja auch in dem Buch, dass da auch die Tonalität sehr viel ausmacht, das Miteinander von Parteien, die natürlich um die besten Ideen ringen und sich bemühen.
Aber der Respekt, dass der da sein muss und der Umgangston, und dass man auch in den eigenen Reihen mit Leuten, die vielleicht nicht gerade die Mehrheitsbeinigung vertreten, sehr vorsichtig umgehen muss.
Also wir müssen Vorbild sein an der Stelle.
Die Feiertage stehen jetzt bevor.
Das heißt, viele Leute werden sich auch mit Familienmitgliedern treffen, die vielleicht AfD wählen, die vielleicht Meinungen vertreten, die nicht gerade demokratiefördernd sind.
Haben Sie einen ganz konkreten Tipp, wie man so eine Person nicht nur aushält, sondern vielleicht auch ein Stück weit abholen kann wieder?
Naja, manche Menschen kann man vielleicht wirklich nur sehr, sehr schwer abholen, weil sie gar nicht mehr zuhören wollen.
Aber dort, wo ein Gespräch möglich ist, ich würde immer versuchen, ein Gespräch, wo man noch auf Argumente hört, da muss man sich eben austauschen und auch, wie soll ich sagen, andere ausreden lassen, ein Gegenargument einbringen und über Gespräche versuchen, vielleicht doch wieder ein besseres Miteinander hinzubekommen.
Unter dem Ausdruck, wir schaffen das, wo sie ja sehr verkürzt nur zitiert wurden immer, da gab es ja dann sehr, sehr viel Wind in die Segel von Leuten, die auf jeden Fall keine Flüchtlinge in Deutschland aufnehmen, geschweige denn beherbergen oder einbürgern wollten.
Würden Sie im Nachhinein sagen, sind Sie gut mit der ganzen Situation umgegangen?
Ich bin mit der Situation so umgegangen, wie ich es für richtig gehalten habe und wie ich glaubte, dass, und auch heute noch glaube, dass unsere europäischen Werte uns das aufgeben.
Das heißt auf der einen Seite, Menschen, die bei uns ankamen, menschlich zu behandeln, ihnen ein faires Verfahren zu ermöglichen, denen, die nicht bei uns bleiben können, auch zu sagen, ihr könnt hier nicht bei uns bleiben und das ist ja eines unserer großen Probleme, dass diese Menschen dann auch wieder in ihre Heimatländer zurückkehren müssen.
Zweitens, alles zu tun, um die illegale Migration zu stoppen und dazu habe ich ja dann auch das sehr umstrittene Abkommen mit der Türkei abgeschlossen, wo viele auch gesagt haben, wie kannst du jetzt mit Präsident Erdogan darüber verhandeln?
Er teilt ja nicht in allem unsere Werte und dazu habe ich auch gestanden.
Denn die illegale Migration ist natürlich unmenschlich im Grunde.
Sie bringt die Menschen in Gefahr, sie kostet viel Geld und es führt vielleicht dazu, dass gar nicht die wirklich Bedürftigen kommen.
Also der Idealfall wäre, wir würden uns entscheiden, Menschen in wirklicher Not aus den Herkunftsgebieten, wo Krieg herrscht oder Not, zu uns kommen lassen und dann eben auch Fachkräfte natürlich zu uns kommen lassen.
Das ist ein langer Prozess und diesen Prozess, davon war ich überzeugt, den werden wir nicht an der deutsch-österreichischen Grenze lösen, sondern das muss Europa gemeinsam tun.
Diese europäische Gemeinsamkeit ist leider nicht so ausgeprägt, wie ich mir das gewünscht habe.
Und wir müssen es in Partnerschaft mit anderen Ländern jenseits zum Beispiel des Mittelmeers oder jenseits unserer europäischen Außengrenzen tun.
Aber ich bin von den Grundentscheidungen her der Überzeugung, auch wenn es viel Kontroverse gebracht hat, auch wenn es Gegenwind auch heute noch gibt, dass vom Grundsatz her diese Entscheidungen richtig waren.
Sie sind ja auch nicht in Deutschland aufgewachsen, zumindest nicht so, wie wir es jetzt kennen, also nicht in Westdeutschland auf jeden Fall.
In Deutschland schon.
In Deutschland schon, genau, aber wir sind jetzt gerade übrigens auch in Ost-Berlin.
Haben Sie sich den Ort hier ausgesucht?
Nein, der Verlag hat es vorgeschlagen, da hatte ich gar keine Zeit dazu.
Ich wusste nicht, dass in dieser Buchhandlung, in der ich wahrscheinlich vor Jahrzehnten auch rumgetappert bin und das Ambiente ja so ähnlich war, nur das nicht ganz so bunt und die Auswahl an Büchern nicht ganz so breit, wie ich sie mir gewünscht hätte, aber hier bin ich natürlich langgegangen.
Ich habe ja in Berlin gelebt, in Ost-Berlin.
Würden Sie sagen, Sie sind auch entwurzelt?
Also können Sie sich deswegen vielleicht auch so in Flüchtlinge hineinversetzen, weil es die Heimat, in der Sie groß geworden sind, in der Form nicht mehr gibt?
Also entwurzelt bin ich nicht, weil ich die DDR-Vergangenheit ja auch zur deutschen Geschichte dazu rechne.
Es ist vielleicht eine andere Wurzel, aber vom gleichen Baum sozusagen.
Und das ist ja auch mit ein Problem, das schreibt ja im Buch auch darüber an einer Stelle, ich bezeichnet wurde, dass ich mit dem Ballast der DDR-Biografie ja noch nicht sofort eine von der Pike aufgelernte CDU-Mitglied sein konnte.
Und ich meine, was sagt das aus, wenn der Teil der Wurzeln, der aus der ehemaligen DDR kommt, irgendwie der Ballast ist, den man am besten über Bord wirft und dann wäre man entwurzelt.
Aber ich finde, wir haben ja auch etwas zur deutschen Geschichte beigetragen.
Und wenn man dann denkt, wie die DDR zu Ende gegangen ist, wie viele mutige Menschen es gab, die Vorreiterinnen und Vorreiter waren, dann ist das ein ganz stolzer Teil der deutschen Geschichte.
Und das haben vielleicht manchmal noch nicht alle genau erfasst.
Ja, also definitiv. Ich meinte das auch nicht so, dass ich jetzt sage, Sie kommen nicht von irgendwoher oder das ist ein fremder Teil, der reinkommt.
Aber ich höre schon in Ihrer Antwort auch raus, dass Sie eine viel tiefer greifende Empathie gegenüber Leuten, die sich vielleicht nicht selber als Ballast sehen, die aber als solcher wahrgenommen werden, dass sie sich da sehr gut hineinversetzen können.
Ja, das ist richtig. Aber ich habe auch viele Leute in der alten Bundesrepublik getroffen, die das sehr gut können.
Trotzdem ist diese Frage zum Beispiel eine Frage, die ich mir, ich habe, oder andersherum, ich habe ja immer, ich habe ja als Erste die Frage der Integration auch von Migrantinnen und Migranten in das Bundeskanzleramt geholt durch eine Staatsministerin.
Und jedes Jahr haben wir Integrationsgipfel durchgeführt.
Und je länger ich das gemacht habe, umso mehr stellte sich die Frage, wie lange ist man eigentlich Migrant?
Wenn ich zum Beispiel eine schwarze Hautfarbe habe, wenn ich einen türkischen Nachnamen habe, da kann ich die zweite, dritte Generation sein, ich kann Staatsbürger sein, ich kann fließend Deutsch und so weiter sprechen.
Und trotzdem werde ich immer so ein bisschen angeguckt.
Und das habe ich dann besser verstanden, als meine Biografie als Ballast bezeichnet wurde und noch mehr als ein anderer schrieb, ich sei ja nur eine angelernte Bundesdeutsche und Europäerin.
Und ich meine, das finde ich nun ganz krass.
Wie viele Generationen ist man eigentlich angelernt?
Und ab wann ist man nun wirklich dazugehörig?
Und darüber, über sowas sollten wir schon gesamtdeutsch Ost und West immer mal wieder nachdenken.
Ja, Sie waren ja die erste Kanzlerin aus der DDR und auch die erste Frau überhaupt im Amt.
Und würden Sie sagen, in gewisser Weise waren Sie auch die letzte Ihrer Art?
Diese Art, ja. Ich schreibe ja gleich zu Beginn des Buches, eine solche Geschichte wird es nicht wieder geben, weil die deutsche Teilung ist überwunden.
Das heißt, es kann niemand mehr aus der DDR kommen.
Die, die jetzt kommen werden, werden alle schon im Vereinigten Deutschland geboren sein.
Und 35 Jahre Leben in der DDR wird keiner mehr hinkriegen.
Dass wieder mal eine Frau Kanzlerin wird, das wünsche ich mir allerdings.
Also da besteht der Unterschied zwischen Ostdeutsch und Frau.
Apropos Frau im Amt, da haben Sie auch ein super Zitat.
Das muss ich jetzt ganz kurz raussuchen zu Kamala Harris, wo Sie dann sagen, am Ende die, also ich kann es jetzt nicht im direkten Wortlaut wiedergeben, außer ich finde es hier in meinen Ein-Milliarden-Zetteln.
Ich bin ja gar nicht so gewohnt, so fleißig mich auf etwas vorzubereiten.
Ah ja, hier.
Zu dem Zeitpunkt, da ich diese Zeilen schreibe, ist das für Sie eigentlich okay, wenn ich jetzt Ihre Gedanken laut lese?
Das ist für mich okay, ja.
Sie haben es sich herausgeschrieben.
Als Komedian.
Ich kann es also präzise zitieren.
Sie können mir ja nachher noch einen Crashkurs geben, wie man eine gute Angela-Merkel-Imitation macht.
Ne, da wird Ihnen schon was einfallen, weil Sie es wollen.
Okay.
So, die Wahl ist durch.
Ja, ich bin natürlich enttäuscht und auch etwas traurig, dass das nicht gelungen ist.
Ich schreibe ja etwas vorher schon, dass ich es mir schon bei Hillary Clinton gewünscht hätte.
Ja, Sie schreiben auch über ein paar Begegnungen mit Trump, die sich auch nicht so angenehm angefühlt haben.
Naja, es war sicherlich immer herausfordernd, weil er eben auch sehr stark an sich denkt.
Und da ist es dann natürlich auch wichtig, dass ich wusste, was ich wollte und wie meine Interessen aussahen.
Ja, aber mit Kamala Harris, das bedauere ich.
Und ich war schon am Morgen nach der Wahl etwas erstaunt, dass auch die Meinungsumfragen doch ganz schön daneben lagen.
Also es war ja nun ein ganz knappes Rennen vorausgesagt und das war es ja dann leider doch nicht.
Ich finde es jetzt auch ein bisschen problematisch im Nachhinein, dass dann gesagt wird, ja, man hat dann halt die schwarze Bevölkerung falsch eingeschätzt.
Das ist jetzt wieder so.
Es ist ja egal, was man falsch eingeschätzt hat, man muss einfach mal zur Kenntnis nehmen, dass es leider nicht knapp war.
Gibt es einen kleinen Teil in Ihnen oder an Ihnen, der sich dann so ein Wahlergebnis anschaut und erleichtert ist, dass Sie jetzt wenigstens nicht persönlich da hinfahren müssen?
Nee.
Das so nicht. Aber es gibt diesen Teil, dass ich so innerlich überzeugt bin, dass nach 16 Jahren es einfach an der Zeit war, dass ich von der politischen Bühne abtrete, dass mich das gar nicht mehr sich mehr als Fragestellung so stellt.
Ich bin nicht abgewählt worden. Ich konnte das selbst entscheiden, dass ich aus dem Amt gehe.
Und ich habe so viel erlebt und bin so dankbar dafür, für das, was ich erlebt habe, dass ich da jetzt keine weder positive noch negative Schmerzen oder Empfindungen habe.
Man kann leider auch nicht über die Weltpolitik sprechen, weder wie sie damals war noch wie sie heute ist, ohne auch über Putin zu sprechen.
Es gibt hier ein Zitat, das meiner Meinung nach sehr tief blicken lässt.
Und es hat auch richtig Spaß gemacht, das zu lesen.
Ich habe das Buch erst vor einer halben Stunde gekriegt, deswegen habe ich es im Buch selber nicht.
Aber ich glaube, es wäre medienwirksamer, wenn ich es aus dem Buch vorlese.
Seit meinem Antrittsbesuch bei ihm im Januar 2006 wusste Putin, dass ich Angst vor Hunden hatte, nachdem ich Anfang 1995 in der Uckermark von einem gebissen worden war.
Christoph Heusken hatte dies seinem russischen Kollegen Sergej Prychotko mitgeteilt und ihn gebeten, dass Putin seinen Hund nicht dabei haben möge.
2006 in Moskau hatte er diese Bitte respektiert, wenn auch nicht ohne eine kleine Gemeinheit, denn als besonderes Geschenk hatte er mir einen großen Stoffhund mit der Bemerkung überreicht, dass dieser nicht weiße.
Ich finde es irre, wie man in dem Buch merkt, dass alle Politiker, und ich gendere bewusst nicht, weil es sind nur Männer in dem Buch, die so wegkommen, alle, die so autokratisch angehaucht sind, um es vorsichtig zu sagen, die sind auch wirklich nicht nett im Zwischenmenschlichen, wenn sie nicht wollen.
Wenn sie nicht wollen, genau.
Also das schließt nicht aus, dass jemand auch mal nett sein kann.
Aber hier ist es ja einfach interessant.
Es gibt ja dann später die zweite Begegnung mit dem Hund, wo ich ihn dann auch lebendig vorgesetzt bekomme, Coni.
Ein Labrador.
Ein Labrador, dass offensichtlich es ein Bedürfnis gibt, so etwas aufblitzen zu lassen.
Ich weiß schon, wovor du Angst hast und was sehr nicht angenehm ist.
Und mir ist diese Art völlig fremd.
Ich glaube, man kann das Herz, das politische Herz eines Gegenübers daran erkennen in Zukunft, ob die Person das ganze Buch liest, um was zu lernen oder nur die Stellen über sich selber sich vorlesen lässt.
Ich glaube schon, Trump, der lässt sich nur die Stellen über sich oder, wenn es hochkommt, Obama und Harris vorlesen.
Das weiß ich nicht, ob überhaupt.
Das weiß ich nicht, ist mir aber auch egal, ehrlich gesagt.
Ich habe ja das Buch auch nicht für meine Kollegen geschrieben.
Die kennen sich ja alle in der politischen Landschaft aus.
Ich habe es geschrieben, vielleicht für junge Menschen, die überlegen, gehe ich in die Politik.
Für die, die sich vielleicht interessieren, wie läuft das alles ab.
Und die auch vielleicht ein bisschen Achtung für die Demokratie haben.
Und aus dem Buch wünsche ich mir, dass erkennbar wird, dass das einfach auch ein ganz feines Gespinst ist.
Ich schreibe ja auch darüber, über meine vielen Termine, die ich jedes Jahr gemacht habe.
Und manch einer wird das vielleicht langweilig finden.
Aber das ist so wichtig für ein Land, dass man sich kennt, die verschiedenen Entscheidungsträger auf den verschiedenen Ebenen.
Dass ich auch verstanden habe, dass in Deutschland nie eine Kanzlerin alles entscheidet, sondern dass ganz viele Menschen zu den Entscheidungen beitragen.
Und dann die vielen außerhalb der Politik, im Wirtschaftsbereich, im Gewerkschaftsbereich, im Sportbereich.
29 Millionen Ehrenamtliche.
Das ist doch eine unglaubliche Sache.
Und das macht eigentlich erst den Reichtum aus.
Und dieses, wir schaffen das, was ich gesagt habe, da ist ja, das ist auf der einen Seite meine Haltung.
Wenn einem was sich entgegenstellt, muss man es eben versuchen.
Aber ich schreibe ja auch, es ist auch eine Erfahrung, dass ich nicht enttäuscht wurde, dass so viele Menschen auch mitgemacht haben.
Und daraus kommt eigentlich der Reichtum unseres Landes.
Also Sie sagen es ja selber, Sie haben natürlich nicht das alleinige Recht, einfach zu entscheiden, was passiert.
Aber Sie haben natürlich wahnsinnig viel Entscheidungskraft gehabt und hätten auch Weichen vielleicht anders stellen können.
Gerade wenn wir jetzt beim Thema Putin bleiben, gibt es ja viele KritikerInnen, die sagen, man hätte sich schon viel früher, viel aggressiver auch energietechnisch von Russland unabhängig machen sollen, um Russland halt nicht so einen riesigen Raum geben zu können, der jetzt zum Beispiel zur Aggression in der Ukraine mitgeführt hat.
Ich glaube nicht, dass dieser Raum zur Aggression in der Ukraine geführt hat.
Es gab immer die These, wenn zum Beispiel Nord Stream 2 in Betrieb ist, dann wird Putin die Ukraine überfallen.
Er hat sie überfallen, obwohl Nord Stream 2 gar nicht in der Politik noch gar nicht fertiggestellt war.
Ich glaube, dass es schon richtig war, die Kontakte zu haben, auch wirtschaftliche Kontakte.
Wir sehen jetzt auch, dass er sehr schnell ausweichen kann auf Indien oder andere Länder.
Also es ist ja nicht so, wenn wir bei ihm nicht kaufen, dass er nichts mehr verkauft bekommt.
Ich glaube vielmehr, dass wir hätten ernsthaft da die Abschreckungsseite entwickeln müssen, also militärisch mehr investieren müssen, das 2-Prozent-Ziel schneller erreichen müssen.
Das ist mir nicht gelungen. Ich habe zwar nicht dazu bekannt, aber ich hatte ja auch Koalitionspartner.
Das ist mir nicht gelungen. Das bedauere ich im Rückblick.
Kann man jetzt aus der Situation überhaupt was lernen, was sich neu ummünzen lässt?
Oder ist das einfach eine Chance, die jetzt verpasst ist und vorbei ist?
Naja, also mit dem Überfall Putins auf die Ukraine hat sich schon die gesamte Situation in Europa und für die westliche Welt dramatisch verändert.
Das, was wir 1990 so fröhlich gedacht haben, dass sich jetzt die Freiheit immer weiter durchsetzen wird, das hat einen schweren Rückschlag erlitten.
Und mit dieser Veränderung verändert sich natürlich auch unser ganzes Leben.
Wir werden sehr viel mehr für Verteidigungsausgaben ausgeben müssen und nicht nur zwei Jahre, sondern viele, viele Jahre. Und auch 2 Prozent werden wahrscheinlich nicht reichen.
Das heißt also, die gesamte politische Landschaft hat sich verändert.
Und trotzdem, so endet dann ja auch mein Buch, glaube ich, dürfen wir den Mut zur Zusammenarbeit nicht verlieren.
Wir können nicht sagen, weil einmal jetzt alle Regeln gebrochen wurden, das vertrauen wir überhaupt niemandem mehr.
Denn die großen Menschheitsprobleme, wie zum Beispiel der Klimawandel, die werden ja nicht von Europa alleine gelöst werden können.
Sie haben ja sogar 1997 ein Buch über Klimapolitik geschrieben.
Zumindest kam es dann raus.
Das hat mich total überrascht, weil ich schon den Eindruck hatte, dass unter Ihnen das Thema so ein bisschen stagniert, stagnierte in Deutschland.
Ja, also ich meine, gemessen an den Forderungen der Grünen, die auch an den realen Forderungen näher dran waren, war ich natürlich langsam, aber ich musste es ja auch umsetzen.
Aber ich war immerhin die Präsidentin der ersten Vertragsstaatenkonferenz, bei der wir jetzt die 29. haben.
Und ich habe das mit Leidenschaft gemacht.
Und ich war zutiefst davon überzeugt, dass wir etwas tun müssen.
Die deutschen Ziele waren damals auch sehr ambitioniert.
Ich konnte mich damals in der Koalition aus Union und FDP nicht durchsetzen, dass wir auch den CO2-Preis einführen.
Da sind wir heute Gott sei Dank ein Stück weiter.
Aber die Bedrohung ist natürlich noch mal dramatischer geworden.
Als Physikerin wissen Sie ja auch schon ganz lange ganz, ganz viel über das Thema und Ihr Wissen übersteigt meines um ein Vielfaches.
Sie beschreiben dann einmal auch dieses befriedigende Gefühl, was Sie haben, wenn man ein physikalisches oder mathematisches Problem löst, das dann so wie Ordnung herrscht.
Glauben Sie, man wird es in der Wissenschaft irgendwann geschafft haben, dass überall Ordnung herrscht, also dass jedes einzelne Problem gelöst sein wird?
Nein, glaube ich nicht. Ich glaube, dass immer wieder neue Probleme auftauchen.
Also wenn ich mal überlege, was wir jetzt in den letzten Jahren über das menschliche Gehirn oder die Verdauungslandschaft gelernt haben.
Ja, dass es erst jetzt ein Thema wird, dass das Mikrobiom genauso wichtig ist wie so ein zweites Gehirn über das Zusammenspiel.
Ich glaube, dass es immer wieder spannende Dinge geben wird, die man erforschen kann.
Wenn man überlegt, die Elementalteilchenentwicklung, wie man da immer weiter hineingeht, wenn man sich überlegt, was die Astrophysik oder die Astronomie für uns für neue Erkenntnisse bereitet.
Also ich habe da null Sorgen, dass uns da der Stoff ausgehen könnte.
Sie sagen, da stehen Sie kurz davor, ein Studium zu beginnen und können sich nicht so richtig entscheiden zwischen Psychologie und Physik, entscheiden sich dann aber für diese harte Wissenschaft für Physik, weil es dort halt diese ganz klaren Regeln gibt, die auch in diesem starren Rahmen der DDR gelten.
Also Sie sagen, ja, dann ist man halt nicht gezwungen, mit einer Schere im Kopf über das Thema zu sprechen.
Wenn die Angst vor dieser Schere im Kopf nicht gewesen wäre, also wenn Sie nicht in der Diktatur aufgewachsen wären, hätten Sie dann vielleicht doch Psychologie studiert?
Entweder Psychologie oder ich wäre vielleicht Lehrerin geworden.
Das war auch immer ein großes, und das wollte ich dann auch unter keinen Umständen Kinder abfragen, ob sie zur Christenlehre gehen oder politisch Maßregeln, aber sonst wäre ich vielleicht Lehrerin geworden.
Ich wäre in der alten Bundesrepublik nicht Naturwissenschaftlerin geworden.
Das, glaube ich, kann man als sicher annehmen.
Wie lässt sich für Sie...
Da wäre ich allerdings auch nicht in der Politik gelandet.
Nee, also es wäre bestimmt auch gut gewesen bei Ihnen, der Unterricht, aber es wären natürlich weniger Leute gewesen, die Sie angesprochen hätten.
Also ich weiß nicht, wie legendär Ihre Unterrichtsstunden geworden wären.
Wie lässt sich für Sie die Welt der Wissenschaft und die Welt des Glaubens vereinen?
Das ist für mich nicht so schwer.
Ich finde, dass Gott die Welt, sagen wir mal, im übertragenen Sinn.
Er hat es natürlich nicht, wie wir die Schöpfungsgeschichte uns jetzt vorstellen, aber wir haben eine Welt vorgefunden, in der es etwas gibt, was überhalb dieser Welt ist, was Sorge trägt, sage ich jetzt mal, für die Menschen in einer bestimmten Weise.
Und ich finde es sehr, sehr beruhigend, dass man nicht immer nur unter Menschen zusammen ist und wir sind das Maß aller Dinge, sondern dass es ein Maß gibt, was oberhalb, also Transzendenz sozusagen erst oberhalb uns liegt.
Und das gibt mir viel Ruhe, zu sagen, ich werde Fehler machen.
Ich bin damit aber auch nicht vollkommen unmöglich.
Ich kann reflektieren und ich glaube, dass das eine gute, ordnende Kraft sein kann.
Sie sind ja auch wahnsinnig offen, also Sie wirken zumindest wahnsinnig offen, wenn es um Leute geht, die andere Religionen haben oder auch gar nicht gläubig sind.
Also für mich zum Beispiel persönlich spielt Glaube keine Rolle, weil ich aber auch natürlich nicht so aufgewachsen bin.
Sie beschreiben auch Ihren Vater, der ja Pfarrer war.
Sie beschreiben es so, dass er seine Friedensethik aus dem christlichen Glauben gezogen hat.
Würden Sie sagen, dass Sie da Ihre Vorstellung von Frieden auch rausziehen?
Ich glaube, dass ich meine Vorstellung über das ganze Leben aus einem vielleicht etwas abstrakten, aber aus einem Gott ziehe und dass ich es beruhigend finde, dass es so etwas gibt.
Aber ich glaube, dass sich mein Glaube schon nochmal von dem meines Vaters unterscheidet, weil er hatte so eine Ur-Erfahrung im Krieg, die ihn dann auch zu dem Theologiestudium gebracht hat.
Und deshalb kann ich jetzt das auch gar nicht genau vergleichen.
Aber natürlich bin ich durch das Fachhaus geprägt. Das ist vollkommen klar.
Diese krassen Schicksalsschläge, die sich da in der Generation Ihres Vaters und auch bei Ihnen in der Generation, die sich da immer wieder aufgedrängt haben, die gibt es ja in meiner Generation zum Beispiel nicht.
Können Leute, die in absoluter Freiheit aufgewachsen sind, überhaupt verstehen, wie wichtig Freiheit ist?
Das denke ich schon und das hoffe ich.
Aber ich hoffe auch, dass wenn wir jetzt in eine Zeit hineinkommen, in der die Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs, zum Beispiel des Nationalsozialismus, nicht mehr uns persönlich begegnen, dass wir dann nicht vergessen, was stattgefunden hat.
Und ich habe zum Beispiel, als ich Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis dort in Stralsund und Rügen war, war Margot Friedländer als Überlebende des Holocaust mit Stralsundern Schülern zusammen.
Und da haben hunderte Schüler murksmäuschenstill gesessen und haben einfach einen Menschen erlebt, der noch berichten konnte, was ihm Schreckliches widerfahren ist.
Und das wird es ja in Zukunft dann nicht mehr geben eines Tages.
Und das ist eine große Gefahr, dass wir leichtfertig werden und Freiheit als gegeben nehmen.
Und da mich darum zu kümmern, das kann ich mir auch noch als eine Aufgabe für die nächsten Jahre vorstellen, dass ich da darauf hinwirke, dass man es eben nicht vergisst und immer weiß, wie viel schlechter das Leben sein könnte.
Heute ist es manchmal so, dass man vielleicht etwas zu leichtfertig ist.
Sie sprechen immer wieder darüber, wie wichtig Zuhören ist.
Und Sie haben ja auch eine sehr ruhige, besonnene Art, die ich sehr schätze.
Jetzt nicht nur in diesem Gespräch, sondern auch einfach in Ihrem respektvollen Umgang mit anderen Leuten.
Man hat das Gefühl, es wird immer mehr zu einer Wichtigkeit, schreien zu können und schrill zu sein und nicht überlegt oder analytisch zu handeln oder sich zu äußern.
Kann man, wenn man mal so ein Maß an Effekthascherei gewohnt ist, kann man überhaupt wieder zurück zu dieser besonnenen Art?
Ich denke schon. Das kommt ja auch an seine Grenzen.
Also ich meine, ich kann jetzt die...
Sie meinen, irgendwann ist das dann wieder retro, dass man zuhört.
Ja, ich hoffe es.
Ich glaube jedenfalls, dass diese sehr große Simplifizierung, alles in immer kürzeren und schrilleren Botschaften darzulegen, dass sie dem Leben ja nicht gerecht wird.
Sie grenzt ja auch aus.
Sie lässt so viel Vielfalt unter den Tisch fallen.
Und ich denke, dass es immer Menschen gibt, denen das auffällt.
Wir haben ja sowieso, ist die Gesellschaft viel rhythmisch schneller geworden, als sie es vor 100 Jahren war.
Aber ich denke das oder hoffe eigentlich, dass es Menschen gibt, die doch dann darauf hinweisen, dass wir Gott sei Dank alle so unterschiedlich sind.
Und es braucht die Leute, die alles klar aussprechen.
Und es braucht die Leisen, die ihre Meinung leise vortragen.
Und jeder muss zur Geltung kommen, sonst ist das keine Demokratie mehr.
Ich habe jetzt nach dem Lesen das Gefühl, ich weiß alles über sie, außer wer sie sind.
Na, sehen Sie?
So bleibt es spannend.
Ja, es bleibt wirklich.
Also die ganz privaten Memoiren, die hole ich mir dann trotzdem noch.
Sie sind ja nicht bekannt dafür, dass sie ihr Privatleben weit nach außen tragen.
Also es gibt Fernsehserien, Keeping Up with the Kardashians zum Beispiel.
Die würden wahrscheinlich sechs Staffeln über etwas drehen.
Das ist ja auch deren Lebenselixier.
Genau, da sagen Sie dann aber nur vier Sätze zu.
Mitte der 80er Jahre änderte sich etwas.
Ich lernte Joachim Sauer kennen, wir verliebten uns.
Und dann ist das Thema durch.
Ist es für Sie nur durch im öffentlichen Diskurs?
Oder geben Sie Ihrem Privatleben und Ihren Emotionen wirklich manchmal so wenig Raum, wie Sie auch im Buch kriegen?
Ich glaube, denen gebe ich schon Raum.
Aber Sie sind eben privat und deshalb nicht Teil des öffentlichen Lebens.
Und ich vermute mal, dass Sie das gar nicht so viel anders halten.
Jeder Mensch braucht seinen Raum wieder wie einen Schutzraum, damit er sich in dem auch ungestört entfalten kann.
Und dieser Raum ist für mich die Basis, überhaupt so viel in der Öffentlichkeit auch aufgetreten zu sein.
Und den schütze ich.
Sie hatten ja kaum Zeit, sich dann mit Ihrem Privatleben manchmal ausreichend zu befassen, weil es dann einfach natürlich was Wichtigeres gibt.
Also wenn man jetzt irgendwie einen Streit hat oder sich gerade müde fühlt oder manchmal ist es auch was ganz Dramatisches, wie das eine Elternteil ist plötzlich verstorben.
Und Sie sprechen dann auch darüber, dass es halt dann nicht ausreichend Raum gab für Sie, um diese Trauer zuzulassen und auch mal wirken zu lassen.
Und dann haben Sie plötzlich mit Zitteranfällen zu kämpfen, wo dann ein Osteopath später sagt, ja, das scheint mir irgendwie diese verkörperliche Anspannung zu sein von dieser Trauer, die Sie nie losgelassen haben.
Kann man sowas dann im Ruhestand überhaupt nachholen oder gibt es auch da eine Gelegenheit, die gepackt werden muss?
Ich hoffe, dass ich das kann.
Also Sie haben es richtig gesagt oder Sie haben es so gesagt, wie ich es auch empfunden habe.
Als Bundeskanzlerin müssen Sie eigentlich im Grundsatz, ich hatte Freizeit, so ist das nicht, aber es konnte jeden Tag in der Freizeit, ich habe mich mit einer Freundin verabredet oder mit den Eltern oder der Familie, es konnte jederzeit etwas passieren, was Vorrang hatte.
Und dann war jede Verabredung hinfällig.
Es gab also das absolute Primat der politischen Ereignisse und das ist natürlich sehr anstrengend.
Und gerade wenn eben zum Beispiel meine Eltern gestorben sind, dann war das zum Teil schon auch sehr, sehr hart, wenn dann auch noch versucht wird, die Beerdigung zu fotografieren und so weiter und eigentlich kein wenig Raum ist.
Dass ich dann gezittert habe, hatte damit zu tun, sicherlich mit dieser Anspannung, aber eben auch, es hat stattgefunden zu einem Zeitpunkt, wo ich schon wusste, dass ich aufhören werde.
Und der Körper hat schon so ein bisschen vorweggenommen, dass er wusste, du musst nicht mehr ewig durchhalten.
Und das ist schon sehr interessant, dass der Kopf darüber dann keine Macht hat.
Und das ist menschlich, aber für mich auch eine erstaunliche Beobachtung gewesen.
Ja, und auch eine erstaunliche Beobachtung natürlich, wie wenig selbstverständlich es ist, dass ja auch eine Kanzlerin ein Mensch ist.
Also was es für Mut erfordert, für sie diese Menschlichkeit oder wie sie es, glaube ich, auch manchmal interpretiert haben, Schwäche zuzugeben.
Ja, an der Stelle hatte ich ja gar keine Gewalt darüber, ich habe einfach gezittert.
Aber insgesamt ist das natürlich immer ein schwieriger Spagat, das muss man schon sagen.
Wenn man jetzt in der Nacht nicht geschlafen hat und dann sagt man ja, jetzt bin ich müde,
dann sagen alle, naja, also wenn sie müde ist, dann...
Was ich konsequent gemacht habe, ich bin zum Beispiel sonnabends oft, habe ich gesagt, ich arbeite bis mittags und bin auf irgendwelchen Veranstaltungen, aber danach nicht mehr.
Und dann haben immer die Leute, die mich verabschiedet haben, gesagt, sie muss jetzt gehen, weil sie den nächsten Termin hat.
Und dann habe ich konsequent den Leuten, die da saßen, gesagt, nein, ich muss nicht gehen, weil ich den nächsten Termin habe, sondern weil ich nach Hause muss.
Auch ich muss mal nach Hause.
Und schon das war in der Politik viel, weil es so ein Bedürfnis gibt.
Alle denken, man muss als omnipräsent erscheinen.
Und ich glaube, die Menschen verstehen das schon, dass auch eine Politikerin mal nach Hause muss.
Und man könnte es den Leuten ja auch tatsächlich als Termin verkaufen, weil es ist ja ein Termin.
Heute würde man es Selfcare nennen.
Ja, aber man kann den Termin dann schon benennen.
Wenn gesagt wurde, sie muss zum nächsten Termin, hat jeder gedacht, die fährt zur nächsten Veranstaltung.
Genau, und anstatt, dass dann da Obama war, war dann da Joachim Sauer und es gab einen Eintopf.
So ist das.
Und genau so war das ja. Oder einen gebratenen Fisch.
Kann Ihr Mann auch kochen?
Er könnte, aber es hat sich so eingespielt, dass ich meistens koche.
Das ist bei uns genau gleich.
Dafür kümmert er sich um die Wäsche.
Nee, das auch nicht.
Ich habe noch ein paar letzte Fragen, beziehungsweise ich habe noch an euch ein paar Aufgaben.
Und zwar schreibt gerne in die Kommentare, in welcher Position ihr dieses Buch lesen werdet.
Gerade wenn ihr schon Literaturerfahrener seid.
Wenn ihr natürlich sagt, Lesen, das ist für mich Neuland.
Da habe ich ja noch nie von gehört.
Dann lasst euch inspirieren von den anderen Kommentaren.
Aber von so richtigen Leseratten, die sich mit so Schinken auskennen, würde ich gerne wissen, in welcher Position lest ihr so ein Buch, ohne dass es zu langwierigen Haltungsschäden kommt.
Haben Sie da einen Tipp?
Weil ich finde immer, das hier ist gefährlich.
Wenn man so liegt, dann wird der Trizeps schwach und es knallt einem ins Gesicht.
Ich neige mehr zum Vorbeugen.
Ah ja, der Tech-Neck nennt man das auch.
Ach so, das weiß ich nicht.
Der Technologienacken.
Und wer nur gar nicht lesen will, es gibt ja noch ein Hörbuch.
Richtig.
Sie übernehmen hier ja meinen Job.
Wollen wir Plätze tauschen?
Nö, aber wenn Sie mal auf Tour kommen wollen.
Ab und zu.
Corinna Haarfuch liest Angela Merkel Freiheit.
Durften Sie sich aussuchen, wer das liest?
Wir haben verschiedene Ideen gehabt und ich war sehr froh, dass Corinna Haarfuch es liest.
Und ich lese Prolog und Epilog.
Sehr gut.
War das schwierig oder ging es?
Ja, das war schon schwierig.
Ich schreibe ja an einer Stelle, wie ich mich mit den TV-Spots, mit den Fernsehspots für die Wahlwerbung immer rumgequält hatte.
Und ich muss mich da schon konzentrieren.
Ich bin halt keine professionelle Leserin.
Genau, der Satz war, ich wurde nicht als Kanzlerin geboren.
Das war jetzt aber richtig locker.
Ja.
Jetzt inzwischen.
Gelernt ist gelernt.
Und ich habe ich den Hütchen abstrangt.
Und sogar diese Rap-Hand-Geste ist richtig cool.
Kommentiert, liked dieses Video.
Ich weiß nicht, in welchem Format das hier ausgestrahlt wird.
Aber ja, macht einfach, dass alle dieses Buch kaufen und lesen.
Frau Merkel, Sie hassen Unpünktlichkeit.
Ich finde, es ist eine super Ausrede, falls ihr mal unpünktlich seid.
Sagt einfach, ich musste noch Freiheit weiterlesen von Dr. Angela Merkel.
Sie verzichten immer auf den Doktortitel.
Warum?
Ja, das ist ja jetzt im normalen Leben nicht so wichtig.
Ich finde, es macht als Briefkastenschild unnötig länger.
Was auch immer.
Also ich brauche das jedenfalls nicht für mein Selbstbewusstsein.
Was Sie im Buch nicht thematisiert haben, was mich total geärgert hat, weil ich mich so auf die Stelle gefreut hatte.
Woher kommt Ihre Raute?
Hat Ihnen das mal jemand beigebracht?
Ist das die natürliche?
Also ich wusste immer stehen, wusste nicht, wo richtig wohin mit den Händen und habe herausgefunden, dass das einfach eine sehr auf den Schwerpunkt konzentrierte Handhaltung ist.
Und dann wurde das langsam thematisiert und so ein bisschen mein Markenzeichen.
2013 wurde es auch als Emoticon dann, als kleiner als größer als Zeichen.
Das finde ich auch.
Ach so?
Ja, wurde es dann so übernommen.
Ja, es wurde vor allen Dingen als Riesenplakat.
Genau, ist auch ein Bild drin.
Hauptbahnhof verwendet und aus lauter Unterstützern war das zusammengesetzt.
Das ist aber auch, das wäre aber komisch, wenn es immer so.
Aus kleinen Fotos war es zusammengesetzt.
Und ganz zum Schluss, als der Wahlkampf vorbei war, wurde dieses Plaste oder Kunststoffplakat, wurde dann mit den ganzen Fotografien, wurde dann zerschnitten und es wurden Fahrradtaschen draus genäht.
Ach, haben Sie auch so eine?
Nein, ich hatte keine, aber ich, das war toll.
Also wollten Sie keine oder hatten wir Ihnen keine?
Ich wollte jetzt keine.
Und kann ja nicht mit einer Fototasche mit meinen Unterstützern auf dem Bild in einer Fahrradtasche rumfahren.
Frau Merkel, ich glaube, Sie können sich einiges erlauben.
Ja, aber hatte ich keine Lust.
Sie waren 16 Jahre Kanzlerin, ich glaube Sie.
Wenn dann mit dem Fahrrad durch die Uckermark mit den eigenen Unterstützern, ist das dann komisch, nicht zu überbieten.
Aber das fände ich eigentlich auch ganz süß.
Ja, vielen lieben Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, mit mir zu sprechen.
Ich bin gespannt auf Ihre Lesereise und in 70 Jahren treffen wir uns dann für Band 2, Freizeit.
Ich glaube eher nicht.
Aber es war schön heute.
Ja, danke schön.
Wenn ihr bis hierhin geschaut habt, dann seid ihr wirklich extrem interessiert, was dieses Thema angeht.
Und dann würde ich euch bitten, den Kanal zu abonnieren.
Keine Ahnung, aktiviert die Glocke, lasst ein Like da, macht einfach euer Ding.
Und schreibt gerne in die Kommentare, wenn ihr das Buch schon gelesen habt, was eure Highlights waren, was ihr euch vielleicht sonst noch gewünscht hättet.
Und wenn ihr das Buch noch nicht gelesen habt, dann schreibt doch vielleicht in die Kommentare, was ihr euch davon erhofft.
Schickt dieses Video gerne kräftig rum in den Familienchatgruppen oder zeigt es anderen Leuten beim Weihnachtsessen.
Keine Ahnung, in welchem Kontext das hier konsumiert wird.
Aber ich würde mich freuen, wenn es oft geklickt wird und oft geteilt, weil dann darf ich solche Sachen öfter machen.
Beziehungsweise muss.
Stimmt, das ist eigentlich gar nicht schlecht.
Also wenn ihr mich mögt, dann teilt es, weil ihr mich mögt.
Und wenn ihr mich nicht mögt, dann teilt es, weil ich das dann öfter machen muss.
Und es ist einfach so ultra krass viel Vorbereitung und mega stressig, weil hier immer noch so Sicherheitsleute rumspringen.
Tschüss.
Oh Mist, ich habe voll vergessen.
Ich wollte eigentlich am Schluss sagen, danke Merkel.
Danke Merkel.
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